„Meine Schwerpunkte liegen bei den Themen Familie, Beruf und Pflege, und um diese drei Punkte unter einen Hut zu bringen, muss das Umfeld stimmen!“ stellte Romina  Plonsker, die 28 Jahre alte Landtagskandidatin gleich zu Beginn fest. 2005 mit 17 Jahren war sie in die Junge Union eingetreten, um etwas zu bewegen, wie sie sagt, inzwischen kandidiert für die CDU für den Landtag.

Als Rahmenbedingungen nannte sie den Nahverkehrsausbau, die Wirtschaftsförderung und die öffentliche Nahversorgung mit Einkaufsmöglichkeiten, Kitas und Schulen. Alles Themen, die auch dem Leiter des der REWE-Marktes Wolfgang Grundhöfer am Herzen liegen. Schon lange setzt er sich zum Beispiel für eine Nahverkehrsanbindung an das Einkaufszentrum ein.  Auf Anregung der Abteilung Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung hatte Wolfgang Grundhöfer Romina Plonsker eingeladen, in seinem REWE-Markt mit Landwirten aus der Region zu diskutieren. 

„In unserem Markt interessieren wir uns sehr dafür, woher die Ware stammt“, so Grundhöfer. „Wir unternehmen auch große Anstrengungen, um die Kunden zu informieren, sei es über Fleischprodukte aus artgerechter Haltung oder Bio-Obst und Gemüse.“ Im Gespräch mit den eingeladenen Lieferanten des Marktes, allesamt Landwirte aus der Region, zeigte Romina Plonsker dann Sachkenntnis.

Mit Christoph Brosch, Landwirt aus Bedburg und Lieferant für Zwiebeln aller Art und Farbe, Hermann-Josef Brauns, Kartoffel-Erzeuger aus Pulheim und Klaus Langen, der in Kerpen Spargel, Erdbeeren und anderes Obst produziert diskutierte sie über die Notwendigkeit einer einheitlichen europäischen Zertifizierung, über den verantwortungsbewussten Einsatz von Spritzmitteln, über die Gefahr vom Einsatz gen-manipulierter Pflanzen und über die Festsetzung des Mindest-Stundenlohns für Erntehelfer.  Die Landwirte freuten sich über die Chance, sich darzustellen und ihre Sorgen zu prekären Themen darzustellen. „Ich möchte von Ihnen erfahren, an welchen Stellschrauben es zu drehen gilt, damit Probleme gelöst werden können!“ so Plonska. Wolfgang Grundhöfer bedauerte die mangelnde Sachkenntnis mancher Menschen in Sachen Lebensmittel und stellte fest: „Es müsste schon in der Schule begonnen werden, die Kindern  für gesunde Produkte und gesunde Ernährung zu sensibilisieren!“

Aus diesem Grunde nähme REWE Einfluss auf die Ausbildung von Einzelhandelskaufleuten im Lebensmittelhandel. Aber auch so kleine Schritte, wie das Einladen von Schulklassen in den Markt sollen helfen, den Kunden für gesunde Produkte zu interessieren, statt immer nur das billigste Produkt zu wählen. „Aber“, so stellte Klaus Lange stellvertretend für die anwesenden Landwirte fest, „wir ernähren die Menschen unserer Region. Wir produzieren Bio-Produkte, aber auch Lebensmittel zu erschwinglichen Preisen, die sich auch der Harz IV-Empfänger leisten kann, und dazu brauchen wir vernünftige Rahmenbedingungen!“

(mos)

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